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Arcanum: Im Zeichen des Kreuzes

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Arcanum: Im Zeichen des Kreuzes


Autor(en): Kuzneski, Chris
Verlag: Droemer/Knaur
Datum: 01.10.2008
ISBN: 3426635283
ISBN13: 9783426635285
Format: Broschiert
Verlag: Droemer/Knaur
Seiten: 522
Jetzt kaufen: amazon
Preis: 8.95

booxland-Rezensionen

Über das Buch:

Dr. Charles Boyd und seine Assistentin Maria Pelati stoßen bei Ausgrabungen bei Orvieto auf längst vergessene Kammern. Sie und finden in einer steinernen Truhe einen bronzenen Behälter, über den der Professor mehr zu wissen scheint und die Rede ist von einem Geheimnis, das das ganze Christentum akut gefährden würde.
Schon beim Verlassen der Kammern werden sie massiv angegriffen. Eine skrupellose Gruppe mit Beziehungen zu höchsten Ebenen will dieses Geheimnis mit allen Mittel in ihre Hand bringen und bläst zur Jagd auf das Forscherduo.
Mittlerweile werden über die ganze Welt verteilt, Menschen auf grausame Weise ermordet, indem man sie nach allen Regeln der Kunst kreuzigt. Nick Dial von der Interpol ermittelt in diesen Fällen und versucht, die bei den Morden enthaltenen Botschaften in einen Zusammenhang zu bringen. Schließlich führt ihn die Spur in eine Stadt, die im Mittelalter der Sitz der Päpste war: Orvieto.

Meine Meinung:

Chris Kuzneski studierte Pädagogok in Pittsburgh, wo er Football spielte und für verschiedene Zeitungen schrieb. Er arbeitete 5 Jahre lang als Englischlehrer, bevor er anfing, Romane zu schreiben. »Arcanum« (Original: Sign of the Cross) ist das einzige, das auf Deutsch erhältlich ist.

Arcanum nimmt seinen Anfang in Orvetio/Italien und besteht aus mehreren Handlungssträngen, die sich über die halbe Welt, hauptsächlich aber in Europa, ziehen und im Laufe des Buches zusammengeführt werden.

Zum einen sind das die Erlebnisse des Professors und seiner Assistentin, die zu einer Thematik Hintergrundforschung betreiben, die schon mehrfach in abgewandelter Form zu lesen war, nämlich der Authentizität Jesu.
Zum anderen sind es die Ermittlungen von Nick Dial, der einige sehr abstruse Morde aufklären muss. Dazu hat sich Kuzneski schon etwas einfallen lassen, aber mit Blick auf den Hintermann erscheinen sie höchst fragwürdig in Sinn und Ziel. Aber zumindest bringt es etwas Abwechslung und Auflockerung in das Buch.

Der Eindruck der ersten ca 100 Seiten ist schauderhaft. Die Geschichte beginnt holperig, viele Szenen reihen sich aneinander, die an den Haaren herbeigezogen wirken und die Charaktere sind auch nicht gerade glaubwürdig. Im Versuch, den Leser mit viel Action zu binden, trägt Kuzneski immer wieder viel zu dick auf, um realistisch zu wirken. Angriffe mit Schnellfeuergewehren, Panzerfäusten und Flammenwerfer durch Polizisten kann man nicht einmal in Italien so vertuschen, wie es sich der Autor einbildet.

Um dann noch eine Partei ins Rennen zu bringen, packt er auch noch das Klischee von den ehemaligen Agenten der CIA aus, die durch Erpressung zwangsreaktiviert werden und sich ebenfalls an der Jagd beteiligen müssen. Zwei grundsätzlich dufte Kumpels sollten es sein, die aber auch vor brutalsten Folterungen nicht halt machen und erstaunlich schnell an jede benötigte Informationen herankommen.

Was man Chris Kuzneski zu Gute halten kann, sind sichtlich umfangreiche Recherchen zu dem Thema, um die er nach Dan-Brown-Manier eine Handlung herumspinnt. Aber ach, die Guten sind einfach zu gut geraten und die Bösen, die auf geheimnisvolle Weise zu jedem Zeitpunkt und zu jedem Ort schwer bewaffnet zuschlagen können, einfach zu Böse. Das ist auch der Grund, warum das Buch immer einen etwas schalen Beigeschmack hat, auch wenn der Autor nach besagten 100 Seiten etwas die Kurve bekommt und doch noch einen flüssig zu lesenden Thriller hinbekommt.
Unterm Strich vergebe ich gute 3 Boox für diese Verschwörungsstory mit deutlichen Schwächen.

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