blackout

Blackout Rezensionen

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Blackout


Autor(en): Hurwitz, Gregg
Verlag: Droemer/Knaur
Datum: 06.09.2008
ISBN: 3426197715
ISBN13: 9783426197714
Format: Broschiert
Verlag: Droemer/Knaur
Seiten: 432
Jetzt kaufen: amazon
Preis: 14.95

booxland Blackout Rezensionen

Über das Buch:

Als Drew wieder erwacht ist alles anders. In einem Anfall geistiger Umnachtung soll er seine Freundin Genevieve umgebracht haben, außerdem wurde ihm ein Gehirntumor entfernt und er sieht sich mit einer Mordanklage konfrontiert.
Ein Freispruch wegen Unzurechnungsfähigkeit in der zweiten Instanz stellt Drew nicht zufrieden. Der Schriftsteller macht sich daran, mit Hilfe alter Freunde bei der Polizei die Wahrheit herauszufinden – koste es, was es wolle.
Aber er beginnt, den Glauben an sich selbst zu verlieren, als immer mehr rätselhafte Dinge passieren: Er wacht in der Nacht auf, die Terassentür steht offen und er hat eine blutende Wunde am Fuß, das Filettiermesser findet sich in einem anderen Raum und seine eigenen Fußspuren führen dorthin. Dann wird wieder eine Leiche gefunden und wieder steht Drew unter Mordverdacht und muss sich selber fragen, ob er nicht doch im Schlaf zum Killer wird.

Meine Meinung:

Gregg Hurwitz ist Mitte dreißig und stammt aus der Nähe von San Francisco. Er studierte Englisch und Psychologie an der Harvard University sowie in Oxford und schrieb seine Magisterarbeit über Shakespeares Tragödien. Er hat Aufsätze in akademischen Zeitschriften publiziert und Drehbücher verfasst. Gregg Hurwitz lebt in Los Angeles. »Blackout« ist nach »Die Scharfrichter« und »Die Sekte« sein dritter Thriller.

Hurwitz schafft in seinem neuesten Thriller eine interessante und spannende Ausgangssituation. Ein Tumor soll bei dem Schriftsteller Drew Danner einen Blackout ausgelöst haben, in dem er seine Freundin umgebracht hat. Glauben kann er es trotz des Schuldspruchs nicht und nimmt mit Hilfe von Freunden bei der Polizei selber Ermittlungen auf und schreibt nebenbei gleich einen Roman über seine Erlebnisse.

»Blackout« ist in Ich-Form aus der Perspektive von Drew Danner erzählt und so weiß auch der Leser keinen Deut mehr, als der sympathische Protagonist. Dafür kann er sich aber bestens in seine verfahrene Situation einfühlen, in seine Unsicherheit und Selbstzweifel, nicht doch ein Mörder zu sein. Und so beginnt eine Achterbahnfahrt zwischen Hoffnung und Niedergeschlagenheit, zwischen Erfolg und Sackgasse, ein Rennen von einem Hinweis zum anderen.

Die Handlung ist von Anfang an toll aufgebaut. Hurwitz sorgt mit undurchsichtigen Geschehnissen, vielen Charakteren, die mit Drew zu tun haben und haufenweise Spuren für ein vertracktes Puzzlespiel. Die Teile selber zusammensetzen und mitzuraten macht Spaß, gerade wegen der vielen Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. Das Buch kommt auch, ein weiterer Pluspunkt, ohne die mittlerweile üblichen, blutigen Tatortszenen aus.

Die Auflösung des fesselnden und mit Ironie durchsetzten Thrillers dürfte dann trotzdem fast jeden überraschen und ist auf seine Art genial. Es stellt sich am Schluss tatsächlich die Frage, was oder wer gut und böse ist. Und ob nicht doch hintergründig wesentlich mehr Leute eine gewisse Schuld an den Ereignissen haben.

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